Gedicht

 

 

Gedichte bilden die artenreichste und zugleich älteste Spezies im bunten Garten der Literatur. Sie sind „verdichtete Sprache“ und können in der Standardsprache ebenso wie im Dialekt überraschen und berühren; zugleich sind sie auch durch ihre besondere Struktur wie den Rhythmus in der Produktion wie im Verständnis anforderungsreicher als Prosatexte.

 

Gedichte können kleine Juwelen sein: Zum Jahresauftakt, zu Festlichkeiten; geschrieben zu Bildern oder zu Musik - oder auch etwas Weiteres, in Dialekt oder in Standardsprache. Wenn Sie für einen besonderen Anlass einen lyrischen Text wünschen: WORTSACHE ist auch dafür ein kompetenter Partner.

 

 

 

Beispiel

 

tröim

 

e nätte alte ma

hoor wo sich kei wind me

verfangt

uf em bännggli,

näbedra,

dr baslerschtab,

schtellenazeiger:

diräggter gsuecht

nach honolulu,

asiatischi nächt und abenteuer,

liechterglanz, palmwädel...

 

s’holzbänggli druggt,

s’härz schloht wieder

langsam,

an de fingerschpitze

druggerschwärzi

 

geduld

 

 

ich möchte

kiesel werfen

in alle tage

die vor uns

dunkeln

 

den nächsten schnee

möcht ich schmelzen

die blätter am kirschbaum

treiben sehen

von denen er

noch nicht weiss

 

der schnecke neid ich

wie sie geduldig ihr haus trägt

vom morgen

ins übermorgen